• Beschreibung

Fred Last Bull

Bewahrer der Heiligen Pfeile. Im September 1957 zu Busby, Montana.

Sie sind ein kraftvolles Volk, stark und zäh. Sie fliegen auf in die Luft, in den Himmel, sie schwimmen im Wasser, sie graben sich in die Erde. Über der Erde töten sie alle Bäume und alles Gras und alle Früchte, und stecken ihre eigenen Bäume, ihr eigenes Gras hinein, bringen ihre eigenen Früchte hervor. Sie töten alle Tiere und setzen ihre eigenen Tiere an ihre Stelle. Aber die gute Erde ist tot, die guten Bäume, das gute Gras, die guten früchte und die guten Tiere sind tot. Sie kommen immer näher, unaufhaltsam.

Dort hinten, New York, und all diese Orte, dort ist die Erde verschwunden. Sie nehmen den Donner, diese elektrische Kraft des Himmels, und beleuchten ihre Häuser, wenn es Nacht ist. So töten sie die Nacht mit totem Licht. Vielleicht sind sie sogar fähig, den Mond zu ergreifen, oder die Sterne, einen oder zwei, und mit ihrem Tod den Himmel zu erfüllen. Unsere alte Nahrung, die wir assen war gut. das Fleisch des Büffels und des Wildes war gut. Es machte uns stark. Wir wussten nicht was Krankheiten und Sichtum sind. Ihre Kühe, die so krank sind, dass sie ununterbrochen Milch geben, ihre Vögel, die so krank sind, dass sie ununterbrochen Eier legen, ihre Tiere, die so krank sind, dass sie ununterbrochen fetter und fetter werden, nicht mehr laufen, liegen oder sitzen, sondern nur noch essen können, immer nur essen, essen, essen, sind gut zu essen, ihr Fleisch ist weich und zart, aber man wird krank davon an Seele und Körper. Man will ununterbrochen Ding hervorbringen, viel mehr als man braucht und je gebraucht werden. Man will nicht mehr laufen, nicht mehr frei atmen, nicht mehr spüren was gesund ist, weder Hunger, noch Durst, noch Erschöpfung, noch Hitze oder Kälte.

Unser Volk kannte einst nur lange Leben. Heute essen wir des weissen Mannes Nahrung, und wir leben nicht mehr so lange, wir sind nicht mehr gesund, weder im Körper noch im Geist. Wir erleben vielleicht sechzig Jahre, vielleicht sogar siebzig Jahre, aber keine hundert oder hundertzwanzig mehr. Ihre süsse Medzin hat uns dies gebracht. Sie sagte, der weisse Mann sei zu stark. Sie sagte, seine Nahrung sei zu süss, und nachdem wir diese Nahrung kosteten, würden wir nur noch sie haben wollen und unser altes Leben vergessen. Wildkirschen und Präriepflaumen, wilde Wurzeln und den Honig der wilden Bienen. Aber die andere Nahrung ist zu süss. Wir essen sie und mit ihr, was eines Menschen unwürdig ist: das VERGESSEN.