Warum manche Gäste das Bedürfnis haben Rezensionen zuschreiben:
Das ist eine klassische Beobachtung, und es gibt tatsächlich ein paar psychologische und soziale Erklärungen:
Frustration und Projektion – Wer selbst nicht erfolgreich ist, kann durch Kritik an anderen ein Gefühl von Überlegenheit erzeugen. „Ich schaffe es zwar nicht, aber ich weiß, wie man's richtig macht."
Niedrige Einstiegshürde – Kritisieren ist einfacher als Erschaffen. Ein Buch zu schreiben dauert Jahre; eine schlechte Rezension zu tippen dauert fünf Minuten.
Das Dunning-Kruger-Problem – Menschen mit begrenztem Können überschätzen oft ihre eigene Urteilsfähigkeit. Sie merken nicht, was sie nicht können.
Anonymität senkt die Hemmschwelle – Online kann man hart urteilen, ohne Konsequenzen zu fürchten.
Echter Mehrwert – Konstruktive Kritik: Hier muss man fairerweise sagen: Nicht jede kritische Stimme ist illegitim. Auch wer selbst kein Koch ist, kann merken, dass das Essen schlecht schmeckt. Kritiker und Rezensenten haben eine legitime gesellschaftliche Rolle, wenn sie eine konstruktive Kritik einbringen.
Das berühmte Zitat, das Theodore Roosevelt zugeschrieben wird, passt gut dazu – sinngemäß: Nicht der Kritiker zählt, sondern der Mann, der wirklich im Kampf steht.